Nachhaltig Essen

Welchen Einfluss hat unsere Ernährung auf die Umwelt und wie gelingt die einfache Umsetzung im Alltag?

Unsere täglichen Mahlzeiten beeinflussen weit mehr als nur unseren eigenen Körper und unser Wohlbefinden. Jedes Mal, wenn wir einkaufen oder kochen, treffen wir eine kleine Entscheidung für Umwelt, Klima und Ressourcen. Doch wie genau hängen Ernährung und Nachhaltigkeit zusammen – und vor allem: Wie lässt sich nachhaltiges Essen ohne großen Aufwand im Alltag umsetzen?

Warum hat Essen so einen großen Einfluss auf die Nachhaltigkeit?

Das globale Ernährungssystem ist für rund ein Drittel aller weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Von der Landwirtschaft über den Transport bis hin zu Verpackung und Entsorgung verbraucht die Lebensmittelproduktion Ressourcen an Land, Wasser und Energie.

In Österreich ist der ökologische Fußabdruck aktuell hoch: Würden alle Menschen weltweit so leben und konsumieren wie wir in Österreich, bräuchten wir rechnerisch 3,2 Planeten.

Der größte Anteil der ernährungsbedingten Treibhausgase entsteht bei der Produktion tierischer Lebensmittel (ca. 57 %) während pflanzliche Lebensmittel ressourcenschonender sind (ca. 29 %). Durch kleine Veränderungen auf unserem Teller haben wir somit einen enormen Hebel selbst in der Hand.

Das Einsparpotenzial auf dem Teller:

Wenn alle Menschen in Österreich sich nach den offiziellen Ernährungsempfehlungen der ÖGE (Österreichische Gesellschaft für Ernährung) ernähren würden, könnten wir ca. 28 % der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen einsparen.

Aktuell liegt der/die Durchschnittsösterreicher*in deutlich über diesen Empfehlungen – vor allem beim Fleischkonsum, der derzeit im Schnitt bei 7 bis 8 Mal pro Woche liegt. Die ÖGE empfiehlt hingegen maximal 1 Mal Fleisch (plus 1 Mal Fleisch oder Fisch) pro Woche.

Wer noch weiter gehen möchte, erzielt noch größere Effekte:

  • bei einer vegetarischen Ernährung können ca. 48 % der Emissionen eingespart werden
  • bei einer rein pflanzlichen (veganen) Ernährung sogar bis zu 70 %

Einfache Tipps für die Umsetzung im Alltag

Nachhaltig zu essen bedeutet keineswegs, von heute auf morgen alles umzukrempeln oder auf Genuss zu verzichten. Oft reichen kleine, pragmatische Schritte:

1. Tierische Produkte schrittweise reduzieren

Schon die Umstellung von täglichem Fleischkonsum auf die offiziellen Ernährungsempfehlungen (z. B. 2x Fleisch und 1x Fisch pro Woche) spart enorme Mengen an Treibhausgasen und Wasser ein.

2. Pflanzliche Proteine integrieren

Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen sowie heimische Sojaprodukte (Tofu) sind ideale Proteinlieferanten. Sie liefern Ballaststoffe, Eisen und Zink, schonen die Geldbörse und verursachen nur einen Bruchteil der CO₂-Emissionen von Fleisch.

3. Regional & Saisonal einkaufen

Wer Obst und Gemüse kauft, das gerade Saison hat und aus der Region stammt, spart lange Transportwege. Bio-Landwirtschaft schützt zudem durch den Verzicht auf synthetische Spritzmittel die Wasserqualität und fördert gesunde Böden als CO₂-Speicher.

4. Lebensmittelabfälle reduzieren

Rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel landet weltweit im Müll. Reste-Verwertung (z. B. Gemüsereste in Suppen oder Aufläufen), gezielte Einkaufsplanung und das richtige Lagern sparen Geld und schonen die Umwelt direkt.

Lust auf pflanzliche nachhaltige Rezepte & einfache Alltagsideen?

Damit die Umsetzung in deiner Küche ganz mühelos gelingt, habe ich für dich leckere und nachhaltige Rezepte zusammengestellt – von Suppen, Eintopfen und Salaten bis hin zu schnellen Aufstrichen.


Beitrag veröffentlicht

in

,

von